Die Kunst, ohne Sorgen zu leben (A. Mesgarha, Triozean)
Ein Stefan-Zweig-Abend
mit Ahmad Mesgarha und der Band TRIOZEAN
Petrópolis 1941 – im Jahr der Heimatlosen – steht Stefan Zweig am Rande der Welt und schweigt. Der große Erzähler und präzise Beobachter der menschlichen Seele musste sein vertrautes Leben verlassen – eine Flucht, die er nicht wählte. In Brasilien fand er den letzten Ort seines Schaffens.
Das Stück, geschrieben und gespielt von Ahmad Mesgarha, lässt die letzten Monate von Stefan Zweig neu entstehen: die Fremdheit, das Suchen, die Zuversicht eines Menschen, dessen Leben in Brasilien einen neuen Anfang findet.
Mesgarha begegnet Stefan Zweig nicht als Imitator, sondern als jemand, der das Innere dieses Schriftstellers durchwandert. Er verleiht ihm jene Zerrissenheit, die Zweigs Exiljahre prägte, und zeigt zugleich die Kraft, mit der Zweig immer wieder zutiefst menschliches Vertrauen fasste.
Aus Mesgarhas bewährter Feder stammen auch einige der Songtexte, musikalische Miniaturen, in denen Erinnerung, Heimatlosigkeit und Hoffnung ineinanderfließen und Zweigs Stimme auf unerwartete Weise weiterklingt.